Samstag, 9. Februar 2008

Alles in einen Koffer?

Es sind jetzt noch vier Wochen bis zu meiner Abreise nach Costa Rica. Langsam wird es also richtig ernst und ich sollte mir allmählich überlegen, was ich alles mitnehme. Meine größte Sorge ist, dass ich nicht alles in meinem Koffer unterbringe, was ich eigentlich brauche. Deshalb habe ich beschlossen, mich auf die Suche nach einem geeigneten Koffer zu machen, der vor allem eines ist: größer! Leicht ist das allerdings nicht, denn die Auswahl an Reisekoffern ist riesig und kann mich kaum entscheiden: Es gibt zum Beispiel Hartschalenkoffer, Titankoffer oder Trolleys. Aber woher weiß ich denn, welcher sich für mich am besten eignet? Ich habe mir folgende Strategie überlegt: Ich werde einfach den größten und zugleich leichtesten Koffer nehmen. Auf diese Weise kann ich wenigstens beim Koffer selber Gewicht sparen, wenn ich schon so viel mitnehme. Im Laden hat man mir also einen Titan Koffer empfohlen. Denn der ist aus Polycarbonat, einem besonders leichten Material und außerdem kann man ihn wie einen Trolley ziehen. Wie für mich geschaffen also. Ich habe das größte Modell genommen, das es gab. 70 Liter, klingt richtig viel. Damit müsste ich vorerst mal über die Runden kommen. Und wenn doch nicht, gibt es ja immer noch die super Shopping-Möglichkeiten in der Innenstadt von San Jose. Dann wäre das Problem mit dem Koffer erst mal gelöst und ich kann mich jetzt voll und ganz auf das Packen konzentrieren.

Donnerstag, 7. Februar 2008

Vorfreude auf Costa Rica

Heute kam die offizielle Zusage von meinem Professor: Ich habe tatsächlich den Studienplatz an der Uni von Costa Rica. Wie aufregend! Nur noch knapp zwei Monate, bis ich die Koffer packe und mich in ein neues Leben stürze – wenn auch nur für ein halbes Jahr. Costa Rica – das Land der Sonne! Über Costa Rica habe ich bisher ohnehin nur Gutes gehört. Die Hauptstadt San Jose muss richtig toll sein. Nicht zu groß, nicht zu klein und jede Menge Kultur, Party und Shopping. Ich habe mir sagen lassen, dass man in Costa Rica auch richtig gut einkaufen kann. Aufgrund der begrenzten Aufnahmemöglichkeit meines Reisekoffers klingt das wie Musik in meinen Ohren. Ich werde mich dort erst mal richtig eindecken – mit der neuesten südamerikanischen Mode versteht sich.
Soviel ich weiß, gehen auch die Sehenswürdigkeiten in Costa Rica nicht aus. Die Stadt hat jede Menge Geschichte und ich freue mich riesig darauf, sie zu erkunden. Da wäre einmal das Nationalmuseum, in dem man viele historische Kunstschätze aus der Geschichte Costa Ricas bewundern kann. Dan freu ich mich auch auf das Jademuseum, vor allem weil es dort anscheinend eine Sammlung prähistorischer Musikinstrumente geben soll. Da Jade an sich nicht so mein Ding ist, werde ich mir auf jeden Fall das Goldmuseum anschauen. Darüber hinaus hat San Jose eine recht lebendige Künstlerszene, sodass ich mir sicher bin auch noch einige Austellungen etc ansehen zu können. Besonders sehenswert sind offenbar einige der 130 Kirchen Costa Ricas sowie einige der kunstvollen Brunnen der Stadt. Bei dieser Fülle von Sehenswürdigkeiten ist es wichtig, einen guten Reiseführer mitzunehmen. Andererseits werde ich dank meiner praktischen Laptoptasche auch auf mein Notebook nicht verzichten und so kann ich gegebenenfalls auch vor Ort noch einige Recherchen im Internet machen.

Sonntag, 3. Februar 2008

Es wird ernst!

Heute hatte ich einen Termin mit meinem zuständigen Professor, der die Austausch-Plätze an der Universidad de Costa Rica verwaltet. Er fragte mich, wie lange ich gedenke, in Costa Rica zu bleiben. Für ein komplettes Jahr oder nur ein Semester. Um Gottes Willen! schoss es mir durch den Kopf. Wie soll ich denn nur ein Jahr lang mit einem einzigen Koffer, vielleicht noch einem Rucksack und einer Laptoptasche im Ausland bleiben. Da dies ohnehin nicht mein Plan war, sagte ich dem Professor, dass ich nur ein Semester bleiben möchte. Er erklärte mir genau und ausführlich was das bedeutet: Die Erasmus-Plätze sind immer nur auf ein ganzes Jahr ausgerichtet. Wenn ich also ein halbes Jahr bleiben möchte, würde ich mir den Platz und somit auch das Stipendium mit einem weiteren Studenten teilen, der dann die andere Hälfte des Jahres dort verbringt. Das Stipendium würde dann über die Zeit meines Aufenthalts hinweg monatlich auf mein Konto überwiesen – nach meiner Rückkehr erhält der zweite Auslandsstudent die Förderung weiter. Allerdings ist dieses Stipendium, das von der Europäischen Behörde für Studienaustausch „Erasmus“ bezahlt wird ohnehin deutlich überschätzt. Denn man bekommt gerade mal gut 100 Euro von der EU. Leben kann davon gewiss keiner – schon gar nicht, wenn er ohnehin nicht alles bei sich hat, weil der Platz im Koffer beschränkt war. Aber was soll’s, kein Problem, so machen wir’s! Ich sei zwar etwas spät dran, erklärt mir der Prof. noch, doch er habe gehört, dass noch Plätze frei sein müssten und auch die Bewerbungsfrist für den Studienplatz sei noch nicht abgelaufen. Super! Der Studienplatz gehört mir! Jedenfalls der halbe…

Samstag, 2. Februar 2008

Koffer packen und hinaus in die Welt

Koffer packen und hinaus in die Welt – das ist, was mir in wenigen Monaten bevorsteht. Ein Auslandssemester in Costa Rica: Das ist mein Plan, den ich in den nächsten Wochen und Monaten umzusetzen versuche. Aufregung, Vorfreude oder Unbehagen – ich weiß nicht genau, welches Gefühl gerade überwiegt. Ich denke es ist eine Mischung aus allen dreien. Denn bald heißt es Abschied nehmen von all meinen Lieben. Eintauchen in eine mir bislang völlig unbekannte Welt. Neue Menschen, ein neues Umfeld, eine andere Kultur. Leicht wird das gewiss nicht, doch ich bin nach wie vor überzeugt, dass die Zeit in Costa Rica eine tolle und wichtige Erfahrung für mich wird. Wenigstens die Sprache spreche ich schon. Oder zumindest habe ich seit nunmehr gut drei Jahren versucht, sie zu erlernen und bin guten Mutes. Zwar sagt man mir immer, dass es ein großer Unterschied ist, ob man eine Sprache wie Spanisch im Unterricht oder im Land selbst auf der Straße spricht, doch ich bin mir sicher, dass ich meine Lücken nach einiger Zeit aufholen werde.
Großes Kopfzerbrechen bereitet mir darüber hinaus die Frage, welche Dinge ich mitnehmen kann und was hingegen nicht mehr in den Reisekoffer passen wird. Ich habe zwar bislang noch keinen Flug gebucht, doch jeder kennt natürlich die Bestimmungen und Beschränkungen hinsichtlich des Reisegepäcks in Flugzeugen. Das kann für mich nur eines bedeuten: Ich werde auf eine Menge meiner persönlichen Dinge verzichten müssen. Denn selbst wenn ich mir den größten Reisekoffer kaufe, den ich finden kann, und zusätzlich noch einen Rucksack, und eine Laptoptasche mitnehme, werde ich nicht für alles Platz finden, was man als Mädchen in drei Monaten so braucht. Aber ich werde eine Lösung finden – schließlich bin ich nicht die erste, die mit Sack und Pack ins Ausland geht. Ich bin gespannt, wie sich alles entwickelt. Und nachdem Costa Rica ja auch in der Welt der Internetkarten angekommen ist, werd ich mir jetzt erst mal das Land aus der Vogelperspektive anschauen:

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